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Exchange Support-Ende: Eine 5-Schritte-Checkliste für Unternehmen

Geschrieben von Mark Limburg | 31.07.2025

Der Countdown läuft: Am 14. Oktober 2025 endet der offizielle Support für Microsoft Exchange Server 2016 und 2019. Für viele mittelständische Unternehmen hier in Karlsruhe bedeutet das: Es ist Zeit zu handeln. Ein Weiterbetrieb ohne die entscheidenden Sicherheitsupdates ist keine Option, sondern ein unkalkulierbares Risiko für Ihren gesamten Geschäftsbetrieb.

Doch wo fängt man an? Die Umstellung auf eine moderne Plattform wie Microsoft 365 kann wie eine gewaltige Aufgabe wirken. Aber keine Sorge. Mit einer strukturierten Herangehensweise wird der Prozess nicht nur überschaubar, sondern auch sicher. Unsere 5-Schritte-Checkliste, speziell für den Mittelstand in unserer Region entwickelt, hilft Ihnen, die richtigen Weichen zu stellen und die Migration souverän zu meistern.

Schritt 1: Analyse der Ist-Situation – Was haben Sie wirklich?

Bevor Sie den Weg planen, müssen Sie wissen, wo Sie stehen. Machen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Umgebung. Diese Fragen sollten Sie sich jetzt stellen:

  • Wie viele Postfächer sind aktiv? Erfassen Sie die genaue Anzahl und Größe der Postfächer. Gibt es inaktive Konten von ehemaligen Mitarbeitern, die archiviert werden müssen?

  • Nutzen Sie spezielle Exchange-Funktionen? Haben Sie öffentliche Ordner, komplexe Verteilergruppen oder Kalenderfreigaben im Einsatz, die bei einer Migration besonders berücksichtigt werden müssen?

  • Welche Systeme sind angebunden? Der Exchange-Server ist oft das Herz der Unternehmenskommunikation. Identifizieren Sie alle angebundenen Systeme wie ERP-Software, CRM-Systeme, Multifunktionsdrucker (Scan-to-Mail) oder Branchenanwendungen, die E-Mails versenden oder empfangen.

Schritt 2: Compliance-Prüfung – Sind Sie von NIS2 betroffen?

Die neue EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS2) ist mehr als nur eine technische Vorschrift – sie ist eine Angelegenheit für die Geschäftsführung. Sie verpflichtet viele Mittelständler, "State-of-the-Art"-Sicherheitsmaßnahmen nachzuweisen.

  • Das Kernproblem: Der Betrieb einer Software ohne aktuelle Sicherheitspatches, wie es bei Ihrem Exchange-Server nach dem 14. Oktober 2025 der Fall sein wird, ist das genaue Gegenteil von "State-of-the-Art".

  • Die Konsequenz: Bei einem Sicherheitsvorfall drohen nicht nur empfindliche Bußgelder, sondern auch eine persönliche Haftung der Geschäftsleitung. Prüfen Sie, ob Ihre Branche (z.B. Logistik, Gesundheitswesen, bestimmte produzierende Gewerbe) unter die NIS2-Richtlinie fällt. Die Migration ist damit nicht mehr nur eine IT-Entscheidung, sondern eine zwingende Maßnahme zur Risikominimierung für das gesamte Unternehmen.

Schritt 3: Optionen abwägen – Warum die Cloud für die meisten KMU der bessere Weg ist

Theoretisch könnten Sie auf eine neue Server-Version vor Ort (On-Premise) upgraden. Praktisch ist dies für die meisten mittelständischen Unternehmen der riskantere und teurere Weg. Microsoft selbst empfiehlt die Cloud-Migration als beste Option.

  • Kein Zeitdruck: Die Migration zu Microsoft 365 kann jetzt geplant und flexibel umgesetzt werden, während ein On-Premise-Upgrade auf eine neue Version wartet, die erst kurz vor der Deadline erscheint – ein enormes Projektrisiko.

  • Geringere Komplexität: Sie umgehen komplexe In-Place-Upgrades und schaffen eine saubere, moderne und wartungsarme Umgebung.

  • Integrierte Sicherheit: Statt viele einzelne Sicherheitslösungen um Ihren alten Server herum zu bauen, erhalten Sie eine integrierte Sicherheitsarchitektur, die Sie auch bei der NIS2-Compliance unterstützt.

Schritt 4: Interne Ressourcen- und Budgetplanung

Die wahren Kosten eines lokalen Servers gehen weit über die Hardware hinaus. Eine ehrliche Budgetplanung berücksichtigt auch die versteckten Kosten, die bei einer Cloud-Lösung wegfallen oder planbarer werden:

  • Administrativer Aufwand: Rechnen Sie die Arbeitsstunden Ihrer IT-Mitarbeiter für Wartung, Patching, Fehlersuche und die Verwaltung von Backups zusammen.

  • Ausfallrisiken: Was kostet Ihr Unternehmen ein mehrstündiger Ausfall der E-Mail-Kommunikation in Produktivität und Umsatz?

  • Zusatzlösungen: Kosten für separate Backup-Software, Antispam-Lösungen und deren Wartungsverträge. Bei Microsoft 365 wandeln Sie diese unkalkulierbaren Risiken und Aufwände in planbare, nutzerbasierte monatliche Kosten um.

Schritt 5: Auswahl des richtigen IT-Partners in der Region Karlsruhe

Die Migration ist ein kritisches Projekt. Die Wahl des Partners entscheidet über den Erfolg. Achten Sie auf einen Dienstleister, der nicht nur die Technik beherrscht, sondern auch Ihre unternehmerische Realität versteht.

  • Nachweisbare Erfahrung: Fragen Sie nach Referenzprojekten bei mittelständischen Unternehmen ähnlicher Größe und Branche.

  • Strukturierter Prozess: Ein guter Partner legt Ihnen einen klaren, phasenbasierten Projektplan vor (wie unseren "Migrations-Blueprint"), der Transparenz schafft und Risiken minimiert.

  • Lokale Präsenz: Ein Partner aus Karlsruhe versteht die regionale Wirtschaft, ist bei Bedarf schnell vor Ort und spricht Ihre Sprache.

Ihr nächster Schritt: Von der Checkliste zum klaren Plan

Diese Checkliste ist der erste Schritt. Der nächste ist ein Gespräch, das auf Ihre spezifische Situation zugeschnitten ist.

Fühlen Sie sich von der Komplexität überfordert oder sind unsicher, wo Sie anfangen sollen? Das muss nicht sein. Buchen Sie jetzt eine kostenlose und unverbindliche 30-minütige Erstberatung. Gemeinsam mit einem unserer erfahrenen Cloud-Berater erstellen wir eine erste Roadmap für Ihre sichere und reibungslose Migration.