Was treibt die Zukunft von Exchange Server an, wenn doch so viele Unternehmen in die Cloud abwandern? Microsoft hat eine klare Antwort darauf veröffentlicht – und zwar für all jene, die sich in On-Premises-Umgebungen immer noch zu Hause fühlen oder schlicht dort bleiben müssen.
In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen und warum sie mehr sind als nur ein weiteres technisches Update.
Im vergangenen Jahr warteten IT-Teams mit Spannung darauf, wie es mit Exchange Server 2019 weitergeht. Dann kam endlich das finale kumulative Update (CU15) – sozusagen das große Finale für diese Version, bevor Microsoft das nächste Kapitel aufschlägt. Dieses Update soll die perfekte Grundlage schaffen, damit Admins ausreichend Zeit haben, sich auf kommende Neuerungen einzustellen.
Verbesserungen, die ins Auge stechen:
Aus einer aktuellen Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht hervor, dass derzeit mindestens 17.000 Instanzen von Microsoft-Exchange-Servern in Deutschland durch eine oder mehrere kritische Schwachstellen verwundbar sind!
Betreiber veralteter Instanzen gehen ein massives Sicherheitsrisiko ein! Wir raten Ihnen dringend dazu, aktuelle Exchange-Versionen einzusetzen, verfügbare Sicherheitsupdates einzuspielen und die Instanzen sicher zu konfigurieren.
👉 Das BSI warnt vor Sicherheitslücken
Tausende Microsoft-Exchange-Server durch kritische Schwachstellen verwundbar
Während das CU15 den Schlusspunkt für Exchange 2019 markiert, arbeitet Microsoft schon an der Exchange Server Subscription Edition (SE). Diese neue Version soll im dritten Quartal 2025 das Licht der IT-Welt erblicken. Microsoft will damit ganz bewusst denjenigen entgegenkommen, die weiterhin ihre Infrastruktur im eigenen Haus betreiben – oder dies aus Compliance- und Sicherheitsgründen einfach müssen.
Was macht SE so besonders?
Für viele Organisationen stellt sich die Frage: „Warum muss ich Exchange 2013 ersetzen, wenn es noch funktioniert?“ Microsoft hat dazu eine klare Haltung: Nicht unterstützte Versionen haben in einer neuen, zukunftsorientierten Plattform keinen Platz. Konkret bedeutet das:
Dass Microsoft in Sachen Upgrades sehr pragmatisch vorgeht, zeigen die beiden angebotenen Migrationspfade:
Dieser zweistufige Ansatz klingt zwar erst einmal nach etwas mehr Aufwand, gibt Unternehmen aber genügend Spielraum, die Infrastruktur sauber auf den neuen Stand zu bringen.
Die Botschaft von Microsoft ist unmissverständlich: Wer Exchange On-Premises weiterführt, bekommt mit der Subscription Edition eine solide, zukunftssichere Basis mit regelmäßigen Sicherheits- und Funktions-Updates. Gleichzeitig legt das finale Update für Exchange 2019 den Grundstein, um den Wechsel so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Unser Tipp: Beginnen Sie frühzeitig mit den Planungen für die Migration, damit Sie rechtzeitig auf die neuen Lizenzmodelle und Systemanforderungen vorbereitet sind. Je besser Sie sich jetzt aufstellen, desto entspannter wird der Umstieg in die neue Exchange-Welt – und desto einfacher profitieren Sie von verbesserten Sicherheitsfeatures und zeitgemäßen Funktionen.